Katze oder Kater – Das sind die Unterschiede

Was passt besser zu dir: Katze oder Kater? Hier findest Du die wichtigsten Informationen und Unterschiede

Auf den ersten Blick kann man meistens nahezu kaum erkennen, ob es sich um eine Katze oder einen Kater handelt. Wie bei den meisten Tierarten, gibt es insbesondere im Hinblick auf das Geschlecht klare Unterschiede, die schlussendlich Einfluss auf die Eigenschaften und das Verhalten haben. Welche individuellen Eigenheiten von Kater und Katze letztlich Auswirkungen auf die Persönlichkeit und das Verhalten haben, erfährst Du auf dieser Seite. 

Inhaltsverzeichnis
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    Die Unterschiede in den Verhaltensweisen von Kater und Kätzin

    Während es bei Menschen und zahlreichen anderen Tierarten zwischen den Geschlechtern deutliche physiologische Unterschiede gibt, ist bei Kater und Katze eine Unterscheidung insbesondere für den Laien zunächst kaum möglich. Evolutionsbedingt zeigen bei Menschen Frauen z.B. im sozialen Umfeld zumeist andere Verhaltensweisen auf als Männer. Ähnlich gestaltet sich dies bei Kater und Katze.

    Deutliche Unterschiede bei den Verhaltensweisen gibt es insbesondere bei kastrierten und unkastrierten Katern.

    Unkastrierte Artgenossen reagieren anderen Katern gegenüber oft weitaus aggressiver und verteidigen ihr Revier, vor allem, wenn eine rollige Katze in der Nähe ist. Das Markieren des Reviers erfolgt mit stark riechendem Harn. Männliche Katzen, die nicht kastriert sind, neigen dazu, viel zu streunen. Aber auch hier gibt es Unterschiede zwischen Katern. Manche konkurrieren mit ihren Rivalen, indem sie kampflos um eine Kätzin werben, andere wiederum suchen das direkte Duell.

    Weibliche Katzen hingegen umgeben sich stets mit anderen Kätzinnen und ziehen gemeinsam ihre Jungen, sogenannte „Kitten“, groß. Während unter den männlichen Artgenossen eine Rivalität herrscht, verhalten sich weibliche Katzen kooperativ bei der Verteidigung und sorgen gemeinsam für ihren Nachwuchs. Auch hier gibt es Ausnahmen. So gibt es weibliche Tiere, die ebenfalls ihr Revier verteidigen und dementsprechend in Kauf nehmen, dass sie sich in der Konsequenz alleine um ihre Kitten kümmern müssen.

    Unkastrierte Kater

    Unkastrierte Artgenossen reagieren anderen Katern gegenüber oft weitaus aggressiver und verteidigen ihr Revier, vor allem, wenn eine rollige Katze in der Nähe ist. Das Markieren des Reviers erfolgt mit stark riechendem Harn. Männliche Katzen, die nicht kastriert sind, neigen dazu, viel zu streunen.

    Wie ändert sich das Verhalten nach einer Kastration bzw. Sterilisation?​

    Was geschieht eigentlich genau bei einer Kastration bzw. Sterilisation und welche Auswirkungen hat sie auf das Verhalten? Bei einer Kastration werden dem Kater die Hoden, d.h. die Keimdrüsen im Zuge eines operativen Eingriffs entfernt. Bei Kätzinnen wird dieser Eingriff Sterilisation genannt und beinhaltet die Entfernung der Eierstöcke. Dadurch wird das Produzieren von Hormonen unterbunden – das Tier ist somit unfruchtbar und eine Fortpflanzung nicht mehr möglich. Obgleich sich bestimmte Eigenheiten und -schaften durch einen solchen Eingriff nicht ändern, hat eine Kastration bzw. Sterilisation Einfluss auf bestimmte Verhaltensweisen.

    Nach einer Kastration wird man bei einem Kater festellen, dass dieser weitaus weniger streunt und kaum mit seinen männlichen Artgenossen rivalisiert. Insgesamt ist sowohl bei männlichen als auch weiblichen Artgenossen nach einem solchen Eingriff nicht nur ein sozialeres, sondern grundsätzlich ein weitaus friedlicheres Verhalten erkennbar.

    Wie verändern sich die Nahrungsgewohnheiten nach einer Kastration bzw. Sterilisation?

    Eine Sterilisation oder Kastration ist ein einschneidendes körperliches Ereignis für Katze und Kater und bringt unwillkürlich Änderungen in Bezug auf Verhalten und Bedürfnisse mit sich. Kastrierte/sterilisierte Tiere haben im Vergleich zu unkastrierten/nicht sterilisierten ein weitaus niedrigeren Bedarf an Kalorien, den es zu decken gilt.

    Würde man ausschließlich die Menge des Futters anpassen bzw. reduzieren, würde dies unweigerlich einen Nährstoffmangel nach sich ziehen. Dieser wiederum hätte negative Auswirkungen auf die Körperfunktionen. Eine wichtige Rolle spielt also die ausgewogene Nährstoffaufnahme, die trotz der Kalorienreduktion gewährleistet sein muss. Das Tier sollte nach einem solchen operativen Eingriff weder stark zu- noch abnehmen.

    Du möchtest mehrere Katzen halten? Darauf solltest Du achten

    Ist man Katzenliebhaber und möchte sich mehrere Tiere bei reiner Wohnungshaltung anschaffen, sollte man bei der Wahl der Geschlechter einige Aspekte in Betracht ziehen, um ein optimales Umfeld für die Tiere zu schaffen. Erfahrungsgemäß zeigt sich in einem Mehrkatzenhaushalt, dass man bei der Wahl des Geschlechts auf gleichgeschlechtliche Gruppen setzen sollte. Bereits in den ersten Lebenswochen sind deutliche Unterschiede bei Jungtieren festzustellen.

    Die Unterschiede von Kater und Katzen in den ersten Lebenswochen

    Junge Kater

  • Junge Kater bevorzugen soziale Rangspiele, bei denen sie untereinander raufen und toben können. Bereits mit Beginn der Pubertät gewinnt der sexuelle Unterton bei Jungtieren an Bedeutung und bleibt auch nach Kastration erhalten.
  • Junge Katzen

  • Junge Kätzinnen hingegen zeigen bevorzugt Interesse an Objektspielen, um ihre Fähigkeiten zu trainieren und ihren Jagdinstinkt zu schulen.
  • Obgleich die Haltung gleichgeschlechtlicher Tiere ausdrücklich empfohlen wird, ist ein harmonisches Zusammenleben von Katzen und Katern nicht per se ausgeschlossen.

    Wie beeinflusst das Geschlecht die Beziehung zum Menschen?

    Wie eingangs erläutert, gibt es nicht nur bei Menschen geschlechtertypsiche Auffälligkeiten und Verhaltensweisen, die durch die verschiedene Charakterzüge zusätzlich individuell untermalt werden. Auch bei männlichen und weiblichen Katzen zeigen sich Unterschiede. Kater sind durch ihre Robustheit den Kätzinnen körperlich überlegen, gelten aber grundsätzlich als weitaus distanzierter.

    Ihre robuste Konstitution lässt Kater auch im Spiel mit Menschen, insbesondere mit Kindern, die oft unbeabsichtigt etwas grob und unkoordiniert spielen, länger durchhalten. Da Kater mit Futter leicht motiviert und gelockt werden können, besteht ein erhöhtes Risiko diese zu überfüttern.

    Kätzinnen dagegen sind normalerweise nicht so aggressiv wie ihr männliches Pendant, gelten jedoch als eigenwillig. Wie bei Menschen wird auch hier das Klischee bedient, dass die weiblichen Tiere zickiger sind.

    Da die Hauptaufgabe von Kätzinnen das Gebären und Großziehen der Kitten ist, liegt der Fokus auf dem Jagdverhalten, um ausreichend Nahrung für den Nachwuchs beschaffen zu können. Egal ob Katze oder Kater, die genannten Eigenschaften basieren auf Beobchtungen und Erfahrungen. Wissenschaftliche Beweise, die diese Aussagen untermauern gibt es bislang jedoch noch nicht.

    Welche Faktoren beeinflussen die Persönlichkeit von Katzen?

    1. Die genetische Disposition

    Im Hinblick auf die Persönlichkeit spielen nicht nur geschlechtsspezifische Aspekte eine bedeutende Rolle. Sowohl die genetische Disposition als auch die Sozialisation des Tieres ist dafür verantwortlich, ob Kater oder Katze aufgeschlossen und selbstbewusst oder eher zurückhaltend und unsicher werden. Neben der erblichen Veranlagung haben die Elternteile Einfluss auf das Sozialverhalten sowie den Charakter ihrer Kitten. Besonders die persönlichen Eigenschaften des Katers beeinflussen die Jungtiere enorm.

    Die Muttertiere nehmen hingegen in den ersten Wochen nach Geburt eine Vorbildfunktion ein und können so durch „Vorleben“ das Verhalten und die Ausprägung bestimmter Charakterzüge ihrer Jungen fördern. 

    Auch wirkt sich bereits während der Trächtigkeit das produzierte männliche Hormon, Testosteron, im Mutterleib auf die weiblichen Föten aus. Somit hat bereits die Verteilung der Geschlechter bei einem Wurf Einfluss auf die persönlichen Eigenschaften.

    2. Die Anpassung von Katze und Kater an den Menschen

    Ein weiterer Aspekt, der Einfluss auf das Erbgut nimmt, ist die frühzeitige Anpassung der Tiere an ihr Herrchen oder Frauchen. Machen die Tiere in ihren ersten Lebenswochen ausschließlich gute Erfahrungen mit ihren Besitzern, so speichern sie diese als Vertraute ab. Regelmäßige Streicheleinheiten und enger Körperkontakt zwischen Kitten und Mensch sorgen dafür, dass die Neugeborenen typisch menschliche Eigenarten kennenlernen und sich auf diese einstellen können.

    Durch die genannten Aspekte und deren Interaktion kann sich der Charakter einer weiblichen Katze derart positiv entwickeln, dass diese auch typisch männliche Eigenschaften ausprägen kann. Im Umkehrschluss kann das Zusammenleben mit dem Menschen bei einem Kater aber auch dazuführen, dass sich dieser eher zu einem eher zurückhaltenden Tier entwickelt.

    Schlussendlich bleibt jedem selbst überlassen, ob er sich für einen Kater oder eine Katze entscheidet. Wie bei allen Beziehung kommen der gegenseitigen Zuneigung und Akzeptanz für Ecken und Kanten die größte Bedeutung zu.

    Bildquelle: stock.adobe.com / FurryFritz

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