Meine Katze pupst: Tipps gegen Blähungen bei Katzen

Können Katzen überhaupt pupsen?

Die Frage, ob Katzen pupsen können, bedarf nur einer Antwort: und wie! Flatulenzen bei Katzen sind gar nicht selten. Darüber hinaus sind sie eine olfaktorische Qual für den/die Halter*in. Aber auch für den Vierbeiner sind sie alles andere als angenehm. Denn genau wie bei den Zweibeinern verursachen die Winde Bauchschmerzen und Druck auf die anderen Organe. In unserem Artikel geben wir dir einige Tipps mit an die Hand, wenn deine Katze an Blähungen leidet.

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    Was kann ich tun, wenn meine Katze von starken Blähungen betroffen ist?

    Deine Katze hat Blähungen? Gelegentliche Winde bei der Katze sind kein Alarmzeichen. Pupst Deine Katze nur hin und wieder, musst Du nicht tätig werden. Schließlich verspürt jeder einmal ein unangenehmes Zwicken im Bauch. Kommen die Flatulenzen jedoch häufiger vor als ein bis zwei Mal im Monat, solltest Du Dir zunächst das Fressverhalten Deines Lieblings näher betrachten und mögliche Ursachen finden.

    Die Darmwinde können nämlich vom zu hastigen Herunterschlingen der Nahrung stammen. Vielleicht ist Deine Fellnase zwar kein Viel-, dafür aber ein kleiner Schnellfraß? In diesem Fall teilst Du die Nahrung in mehrere kleine Portionen auf statt Deine Katze morgens und abends zu füttern, denn diese Fütterungsweise ist die artgerechteste.

    Ein Wechsel des Futters ist ebenfalls bei Blähungen angebracht. Achte auf hochwertiges Futter mit einem hohen Fleischanteil. Nicht immer ist das teuerste Futter das beste! In den meisten Fällen liegt die Ursache an mindertwerigem Katzenfutter. Bist Du Dir unsicher, lass Dich beraten oder frage den/die Tierarzt*in. Milchprodukte sind, entgegen des Klischees, für Katzen übrigens völlig ungeeignet!

    Sollte sich bei einer Änderung der Ernährungsgewohnheiten nach wenigen Wochen keine Besserung der Blähungen einstellen, ist Dein nächster Gang der zum Tierarzt. Insbesondere die Freigänger unter den Katzen können nämlich so manche unangenehme, gesundheitliche Überraschungen mit nach Hause schleppen.

    Katze pupst oft: Können es Würmer sein?

    Halter*innen von reinen Wohnungskatzen glauben oft nicht, was Freigänger alles im Gepäck haben können. Daher sollten Letztere regelmäßig entwurmt werden, am besten mindestens vierteljährlich. Hausmittel wie Knoblauch im Futter oder Lavendelspray im Fell sind keine wirksamen Alternativen, weder gegen Flöhe noch gegen Würmer!

    Das Lästige an den wurmigen Endoparasiten ist die Tatsache, dass diese im Kot der Katze oft nicht sichtbar sind. Dies gilt sowohl für die ausgewachsenen Tiere als auch für die Eier. Hat also Deine Katze Blähungen, solltest Du beim Tierarzt einen Analabklatsch machen und mehrere Kotproben, gesammelt über drei bis vier Tage, untersuchen lassen. Bei positivem Befund folgt eine Wurmkur.

    Manche Katzen pupsen allerdings vermehrt nach einer solchen Wurmkur. In diesem Fall kann es hilfreich sein, die feline Darmflora aufzubauen.

    Pupsen ältere Katzen mehr?

    Junge Katzen haben nicht nur ein besonders gut funktionierendes Organsystem, sie bewegen sich auch viel mehr. Dadurch kommt der Verdauungstrakt richtig in Schwung. Ältere, nicht mehr ganz so fitte Katzen hingegen neigen zur Bewegungsvermeidung, insbesondere wenn sie unter Alterserkrankungen wie Arthrose leiden.

    Dies führt dazu, dass auch der Darm träge wird. Es kann also normal sein, dass eine ältere Katzen vermehrt unter Blähungen leidet. Für Dich als Halter gilt, auch Deine ältere Dame oder Deinen älteren Herrn in Schwung zu bringen. Sanfte und kurze Spielchen mit einem Ball oder einer Schnur können bei Darmträgheit bereits Wunder wirken. Hier solltest du zusätzlich wieder auf das Futter achten, welches zu Blähungen bei Katzen führen könnte.  Auch hier gilt: Tritt keine Besserung der Beschwerden ein, gehe bitte zum Tierarzt und lass Deine Fellnase durchchecken.

    Wenn sonst nichts hilft: Schonkost und Homöopathie für die Katze

    Katzen mit Blähungen profitieren von einer schonenden Ernährung. Scheint Dein Stubentiger kein industrielles Tierfutter zu vertragen, koch ihm Hühnchenfleisch mit Reis. Auf Gewürze solltest Du verzichten, da diese die Nieren belasten können. Wenn Dein Vierbeiner dies annimmt, gib ein wenig Bierhefe unters Futter. Diese hat eine positive Wirkung auf den Verdauungstrakt.

    Homöopathische Mittel eignen sich auch bei Verstopfungen, Durchfall oder Blähungen. Angeraten sind unter anderem Nux Vomica, Chamomilla sowie Lycopodium. Solche pflanzlichen Medikamente sollten jedoch nicht verabreicht werden, ohne zuvor eine/n ausgebildete/n Tierheilpraktiker*in zu Rate gezogen zu haben. Eine Selbstmedikation ist nicht angeraten.

    Nicht umsonst ist eine feline Fellnase für den/die Halter*in ein Familienmitglied. Neben all den oben genannten Hilfsmitteln wirken besonders folgende Dinge Wunder: Zuneigung und eine Bauchmassage mit zuvor angewärmter Hand. Wenn dabei der eine oder andere Pups abgeht – Nase zuhalten und durch!

    Bildquelle: adobe.stock.com / ivanoliantofoto

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